Wollerauer Wahlkampf mit fünf Frauen auf dem Podium

Die Erneuerungswahlen vom 19. April werden zumindest in Wollerau spannend. Zwei Gemeinderätinnen wollen ins Gemeindepräsidium aufrücken, drei weitere Frauen kandidieren für zwei Gemeinderatssitze. Fürs «Höfner Volksblatt» Grund genug, auf den Dienstagabend, 24. März, zu einer Podiumsdiskussion zu laden.

Andreas Knobel, Höfner Volksblatt, 19. Februar 2026

Finden in einer Gemeinde Kampfwahlen statt, ist dies kein Zeichen von Zerrüttetheit im Dorf, sondern vielmehr von lebendiger Demokratie. Dies gilt bei den Erneuerungswahlen vom 19. April erst recht für die Gemeinde Wollerau.

Fünf Frauen auf dem Podium

Denn es sind zwei Frauen, die für das Gemeindepräsidium kandidieren, und weitere drei Frauen, die sich für die zwei zur Wahl stehenden Gemeinde-ratssitze bewerben. Wie viele Kandidierende es schliesslich sind, steht erst am 11. März, morgens um 9 Uhr fest. Dann ist Eingabeschluss auf der Gemeindekanzlei.

Stehen als potenzielle Nachfolgerinnen von Gemeindepräsident Christian Marty im Fokus, auch an der Podiumsdiskussion vom 24. März: Sonja Böni (links) und Franziska Zingg.

Die Ausgangslage in Wollerau zeigt sich aber in jedem Fall spannend. Dies ist für das «Höfner Volksblatt» Grund genug, ein öffentliches Wahlpodium zu organisieren. Es findet am Dienstag, 24. März, um 19.30 Uhr im Burgsaal des Verenahofs in Wollerau statt. Alle fünf kandidierenden Frauen werden die Diskussionsrunde bilden, sofern sie auch nach der Eingabefrist noch unter sich bleiben.

Ersatz- und Kampfwahl

Der Fokus liegt dabei natürlich auf den beiden amtierenden Gemeinderätinnen Sonja Böni (SVP) und Franziska Zingg (FDP). Sie wollen für den nicht mehr antretenden Wollerauer Gemeindepräsidenten Christian Marty von den Freien Wählern Wollerau (IGFWW) nachrücken. Beim Gemeinderat scheidet Vizepräsident Rolf Sigrist (Die Mitte) aus dem Gremium. Zudem muss sich turnusgemäss Gemeinderätin Pascale Baumgartner (FDP) einer Wiederwahl stellen. Neben ihr treten jedoch auch Cinzia Vitale (SVP) sowie Désirée Schneider (IGFWW) an. Es wird also nicht nur der freie Sitz von Rolf Sigrist angestrebt, sondern auch die bisherige Amtsträgerin Pascale Baumgartner angegriffen.

Bei dieser Ausmarchung nicht zur Wahl steht einzig Gemeinderat Ruedi Ott (IGFWW). Und Säckelmeister Guido Rusch (FDP) hat noch keinen Gegenkandidaten und wäre somit gesetzt.

Und der frei werdende Sitz?

Nicht zur Disposition stehen die aktuellen Gemeinderatssitze der Gemeinderätinnen Sonja Böni und Franziska Zingg. Eine von beiden dürfte jedoch zur Gemeindepräsidentin gekürt werden. Damit würde doch wieder ein Sitz frei, womit die drei Gemeinderatskandidatinnen doch alle in den Rat einziehen könnten?

Nein, klärt Gemeindeschreiber Thomas Bollmann auf. Weil diese Sitze nicht zur Wahl stehen und es vielleicht auch einen zweiten Wahlgang am 14. Juni geben könnte, würde dieser frei werdende Sitz erst später, also nach den Sommerferien, wieder besetzt. Ebenso würde dies für einen weiteren Sitz gelten, falls die als Gemeindepräsidentin Unterlegene gar nicht mehr im Gemeinderat aktiv bleiben möchte.

Vorerst den Abend reservieren

Das alles aber steht vorläufig noch in den Sternen. Vorerst gilt es, sich den Abend vom Dienstag, 24. März, zu reservieren.

Dabei gilt es nicht nur für die Moderatoren vom «Höfner Volksblatt», sondern auch für die Bevölkerung, die fünf kandidierenden Frauen kennenzulernen und ihnen mit Fragen auf den Zahn zu fühlen.

Quelle (Paywall): https://www.hoefner.ch/2026/02/19/wollerauer-wahlkampf-mit-fuenf-frauen-auf-dem-podium/

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